16. August 2021 / ug

Forschungskooperation: Neuedition von Oskar Loerkes epischem Hauptwerk „Der Oger“ (1921) und kultur- und literaturgeschichtliche Überlegungen zum Verhältnis von Literatur und Epilepsie

Forschungskooperation zwischen dem Institut für deutsche Sprache, Literatur und für Interkulturalität der Universität Luxemburg und dem Stuttgart Research Centre for Text Studies (SRCTS) der Universität Stuttgart

Prof. Dr. Dieter Heimböckel

Universität Luxemburg
Institut für deutschen Sprache, Literatur
und für Interkulturalität

Im Rahmen der bereits seit mehreren Jahren bestehenden Forschungskooperation zwischen dem Institut für deutsche Sprache, Literatur und für Interkulturalität der Universität Luxemburg und dem Stuttgart Research Centre for Text Studies (SRCTS) der Universität Stuttgart kommt es im Wintersemester 2021/22 zu einer weiteren Vertiefung der gemeinsamen Aktivitäten, indem zwei konkrete Projekte verfolgt werden, die in Beziehung zueinander stehen und die in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Claus Zittel umgesetzt bzw. reflektiert werden.

Zum einen wird in dieser Zeit die erste und bislang einzige textkritische und mit Erläuterungen versehene Neuedition von Oskar Loerkes epischem Hauptwerk „Der Oger“ (1921) fertiggestellt und veröffentlicht. Der bislang in der germanistischen Forschung weitgehend vernachlässigte Roman eröffnet einen neuen Blick auf das Gesamtwerk des vor allem als Lyriker rezipierten Autors, wobei der Text aufgrund seiner für das Romangeschehen zentralen Epilepsie-Thematik auch einen literarturgeschichtlichen Meilenstein für das Verhältnis von Literatur und Epilepsie bildet.

Zum anderen wird das Verhältnis von Literatur und Epilepsie selbst Gegenstand übergreifender kultur- und literaturgeschichtlicher Überlegungen sein. Eine Reihe von Einzeluntersuchungen, auch Dissertationen, liegen dazu bereits zwar vor; eine vergleichende, über die Einzelphilologie hinausgehende und Synchronie wie Diachronie gleichermaßen berücksichtigende Studie steht jedoch noch aus.

Prof. Dr. D. Heimböckel_Institut für deutsche Sprache, Literatur und für Interkulturalität der Universität Luxemburg

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