Stuttgart Research Centre for Text Studies

Das Forschungszentrum SRC Text Studies (SRCTS) ist der methodischen Reflexion neuer Ansätze in den textorientierten Wissenschaften gewidmet. Das SRC Text Studies soll darüber hinaus helfen, Praktiken der Texterschließung, -beschreibung und -deutung weiterzuentwickeln und Brücken zwischen unterschiedlichen textbasierten Disziplinen zu schlagen.

Es ist das Ziel und die Aufgabe des SRC Text Studies, hochrangige interdisziplinär vernetzte Forschung auf den Gebieten der Textwissenschaft zu betreiben und die Lehre auf diesen Gebieten zu stärken. Das SRCTS übernimmt eine integrative Funktion für die Textwissenschaften und ist der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses verpflichtet.

Das SRC Text Studies ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung und ein fakultätsübergreifendes Forschungszentrum der Universität Stuttgart. Es ist als zentrale wissenschaftliche Einrichtung dem Rektorat zugeordnet.

Am SRC Text Studies sind wissenschaftliche Einrichtungen verschiedener Fakultäten, darunter das Italienzentrum, sowie Forschungsgruppen der Universität Stuttgart beteiligt. Es kooperiert mit nationalen und internationalen Forschungsinstituten, darunter das Deutsche Literaturarchiv Marbach, das Laboratorio Bembo der Universität Ca‘ Foscari Venedig und dem Istituto Italiano di Studi germanici Roma.

Das SRC Text Studies steht auch anderen Mitgliedern der Universität Stuttgart offen, die Forschungsprojekte gemäß dem wissenschaftlichen Konzept des Zentrums einbringen wollen. Im Forschungszentrum können außerdem Wissenschaftler einer anderen Hochschule oder sonstiger Forschungseinrichtungen nach Maßgabe entsprechender Kooperationsvereinbarungen mitwirken.

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Vischer Lectures

Dienstag, 8. Dezember; 17.30 Uhr (K2, 17.22)

Dr. Ruth Wolff: "Was ist authentisch? Franco Sacchettis Trecentonovelle und die Bücher des Florentiner Appellationsgerichts des späten 14. Jahrhunderts."

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage nach der Erzeugung und Rezeption von Authentizität zwischen Text und Bild anhand ausgewählter Beispiele von Gerichtsbüchern aus dem Bestand „Giudice degli Appelli e nullità“, der im Staatsarchiv von Florenz aufbewahrt wird. Diese Bücher sollen hier erstmals vorgestellt und den bekannten Novellen des Florentiner Dichters und Kaufmanns Franco Sacchetti gegenübergestellt werden.

Bei dem vergleichenden Blick geht es nicht darum, Sacchettis Novellen historische Quellen gegenüberzustellen, welche die den Novellen zugrunde liegende „Wahrheit“ erkennbar machen würden. Es sollen vielmehr Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Erzählstrategien des Autoren Sacchetti und der Notare als Autoren der Gerichtsbücher verdeutlicht werden. Darüber hinaus soll gezeigt werden, wie Notare – anders als Sacchetti – Zeichen und Bilder im Verein mit ihrer Schrift einsetzten, um die „Wahrheit“ ihrer Texte anschaulich zu vergegenwärtigen und gleichzeitig zu schützen.  

 

Ruth Wollf ist Mitglied des Stuttgarter Research Center vor Text Studies und stellt aktuelle Ergebnisse des DFG-Projekts „Authentizität“, „Stil“ und „Originalität“ – Die Miniaturen, Zeichnungen und Zeichen von Notaren auf und in Gerichtsbüchern des 14. und 15. Jahrhunderts im Staatsarchiv von Florenz - der Bestand „Giudice degli appelli e nullità“ (1338-1491) vor. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

 

Dienstag, 12.1; 17.30 Uhr (K2, 17.22)

Prof. Dr. Alexander Honold: "Ritter des Kontrapunkts. Stationen und Stilformen literarischer Vielstimmigkeit."

Mit Denis Diderots Figur des „Neveu de Rameau“ (1762), einem Verwandten und Epigonen des französischen Komponisten, zieht in die literarische Auseinandersetzung mit der Tonkunst die Figur des Musikdarstellers und Parodisten ein. Von den Musikerzählungen E.T.A. Hoffmanns (Ritter Gluck, Kreisleriana) wird die responsive Dramaturgie zwischen erster und zweiter Stimme weitergeführt, bisweilen bis zur Paradoxie. Über weitere Stationen (wie u. a. Michail Bulgakows Meister und Margarita) entfaltet sich ein Erzählspektrum pluraler Stimmführung, das schliesslich bis zu Thomas Manns Roman über den Tonsetzer Adrian Leverkühn führt, in dem nicht weniger als die ‚faustische‘ Dimension deutscher Mehrstimmigkeit verhandelt wird.

Wir begrüßen Alexander Honold, Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Basel und unter anderem Direktor des dortigen Forum Basiliense, bei uns in Stuttgart. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

 

Venkat Mani (Universität von Wisconsin-Madison): "
Wars, Refugees, and the Global Novel"

Dienstag, 05.05.2026, 17.30 Uhr
Ort: KII, 17.23

 

Boris Previšić (Urner Institut Kulturen der Alpen, Universität Luzern):
Vom Szenario zum Narrativ: Seraina Koblers Utopie in Tal der Schwalben (2026)

Dienstag, 14.07.2026, 17.30 Uhr
Ort: KII, 17.23

Vischer Lectures im WiSe 25/26

Hans-Harald Müller (Uni Hamburg): 

Benn, Becher, Brecht. Avantgardistische Literatur und politische Orientierung nach dem Ende des Expressionismus

Di, 9.12.2025 um 17.30 Uhr (K2, 17.22)

https://opencms.uni-stuttgart.de/interfak/iz/srcts/veranstaltungen/Vischer-Lecture-Hans-Harald-Mueller-Benn-Becher-Brecht.-Avantgardistische-Literatur-und-politische-Orientierung-nach-dem-Ende-des-Expressionismus/

 

Steffen Martus (HU Berlin): „Erzählte Welt. Eine Literaturgeschichte der Gegenwart.“

Di, 13.1.2026 um 17.30 Uhr (K2, 17.12)

https://opencms.uni-stuttgart.de/interfak/iz/srcts/veranstaltungen/Vischer-Lecture-Steffen-Martus-Erzaehlte-Welt.-Eine-Literaturgeschichte-der-Gegenwart/

Book series: Text Studies. Studien zur Beschreibung, Erschließung und Deutung von Texten

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Prof. Dr. Claus Zittel

Azenbergstraße 12, 70174 Stuttgart, 1. OG, Raum: Zi. 1.014

 

Prof. Dr. Kerstin Thomas

Azenbergstr. 12, Azenbergstraße 12

Ulrike Ganz M.A.

 

Verwaltung der Geschäftstelle des SRCTS

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