| Zeit: | 13. Juni 2026 |
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| Wiederholungstermine: |
Diese Veranstaltung findet identisch auch an weiteren Terminen statt. 4. Mai 2026 |
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Zweiter Termin: Lesung und Nachgespräch mit dem künstlerischen Team am 13.6., 19.30, auf dem Birkenkopf, Stuttgart.
Gerlind Reinshagen (1926-2019) gehört zu den wenigen Dramatikerinnen, die in der Bundesrepublik und international ab den 1970er Jahren erfolgreich waren. Großen Beifall erhielten ihre Stücke unter Claus Peymann am Staatstheater Stuttgart; bis zum Ende ihres Lebens veröffentlichte sie Theaterstücke, Prosatexte und schließlich einen Band Lyrik beim Suhrkamp Verlag.
Gespenster bevölkern Reinshagens Schreiben in Drama und Prosa. Figuren aus der Literatur wie Emily Brontë, Virginia Woolf, Robert Walser oder Dylan Thomas suchen die Protagonist:innen heim, machen sich als Stimmen hörbar, die ihnen andere Lebensmöglichkeiten und Blicke auf die Wirklichkeit zeigen, die Verdrängtes ans Licht holen und Splitter von Utopie aufscheinen lassen. Auch wo Reinshagen sich mit ihrer eigenen Kriegskindheit befasst, sind es die Freunde der Vergangenheit, die die schreibende Erzählerin heimsuchen, mit ihr über die Kriegszeit und die Nachkriegszeit streiten.
In Stuttgart bringen Axel Brauch, Beat Dietrich und Jule Hölzgen diese Stimmen zu Gehör. Ins Gespräch über die Autorin kommen Literaturkritiker Helmut Böttiger und Literaturwissenschaftlerin Annette Bühler-Dietrich.
Gefördert durch die Landeshauptstadt Stuttgart.
Die Projektion der von Pola Polanski gezeichneten Powerfrauen in der Literatur am 4. Mai wird gefördert vom SRC Text Studies der Universität Stuttgart