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SUMMARY:Theo Lutz: Stochastische Texte. Vom Freiburger Code zum Stuttgarter Code
DESCRIPTION:Das Computermuseum der Universität Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Institut für Literaturwissenschaft, Abt. NDL 1, und dem Deutschen Literaturarchiv Marbach laden herzlich ein zur virtuellen Veranstaltung\nTheo Lutz: Stochastische Texte. Vom Freiburger Code zum Stuttgarter Code\nTheo Lutz (1932–2010) war weltweit einer der ersten, dem die Erzeugung natürlichsprachiger Texte mit einem Computer gelang. Im Sommer 1959 schrieb er in Zusammenarbeit mit Rul Gunzenhäuser und Max Bense ein Programm, mit dem er auf der Zuse Z 22 der Universität Stuttgart Gedichte herstellen konnte. Er gab ihnen den Titel „Stochastische Texte“ und veröffentlichte sie in der Zeitschrift „augenblick“. Das war ein Meilenstein in der Geschichte der Informatik und gleichzeitig schrieb Lutz damit Literaturgeschichte, ohne dass ihm das bewusst war.\n&nbsp;\nNICHT JEDER BLICK&nbsp; IST NAH. KEIN DORF IST SPÄT.\nEIN SCHLOSS IST FREI UND JEDER BAUER IST FERN.\nJEDER FREMDE IST FERN. EIN TAG IST SPÄT.\nJEDES HAUS IST DUNKEL. EIN AUGE IST TIEF.\nNICHT JEDES SCHLOSS IST ALT. JEDER TAG IST ALT.\nNICHT JEDER GAST IST WÜTEND. EINE KIRCHE IST SCHMAL.\nTheo Lutz: Stochastische Texte (1959) (Auszug)\n&nbsp;\nLutz schrieb sein Programm im "Freiburger Code", einer extrem redundanzfreien, heute praktisch unlesbaren Eingabeform für Z 22-Rechenanlagen. Das Programm ist vollständig erhalten. Es liegt im Nachlass von Theo Lutz, der vor drei Jahren ins Archiv des Deutschen Literaturarchivs Marbach (DLA) übernommen wurde.\nKlemens Krause, Leiter des Computermuseums der Universität Stuttgart, hat Lutz’ Programm disassembliert und in den Maschinencode des LGP-30 übersetzt und auf Lochstreifen ausgestanzt. An diesem Abend wird er das Programm in den LGP-30, einen röhrenbestückten Magnettrommelrechner der ersten Generation, Baujahr 1958, einlesen und laufen lassen.\nWas genau bei dem Reenactment passieren wird, ist die Überraschung des Abends. Toni Bernhart, Literaturwissenschaftler an der Universität Stuttgart, wird das Experiment kultur- und literaturwissenschaftlich kommentieren. In der anschließenden Diskussion live dazugeschaltet ist ein Podium aus dem Literaturmuseum der Moderne des DLA, das Vera Hildenbrandt, Leiterin der Museen des DLA, moderieren wird.\nTheo Lutz war Mathematiker und Pionier der Informatik. Er war Absolvent der Universität Stuttgart und für Standard Elektrik Lorenz (SEL) und IBM tätig. Lutz schrieb zahlreiche Fach- und Sachbücher über Informatik und experimentierte zeit seines Lebens mit dem Wechselspiel von Hardware, Software und Literatur.\nDas Datum der Veranstaltung, der 22. Juni 2022, ist bewusst gewählt: Es ist der 112. Geburtstag von Konrad Zuse.\n&nbsp;\n&nbsp;
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